Zweite NaWi-Exkursion in das Natur- und Vogelschutzgebiet

Gemeinsam mit dem Natur- und Vogelschutzverein Haltern am See besuchten wir erneut die Wiese, auf der das Gefleckte Knabenkraut wächst. Bereits vor etwa einem halben Jahr hatten wir dort das Gras abgetragen. Dadurch bleibt der Boden nährstoffarm, was eine wichtige Voraussetzung ist, damit diese seltene Orchideenart wachsen kann. Außerdem ist der Boden auf der Fläche feucht, wodurch ideale Lebensbedingungen für die Pflanzen entstehen.

Das Gefleckte Knabenkraut ist an diesem Standort besonders schützenswert, da es nur noch an wenigen Orten in Deutschland vorkommt. Deshalb setzt sich der Natur- und Vogelschutzverein in Haltern intensiv für den Erhalt dieser Art ein.

Bei unserem Besuch stand das alljährliche Zählen der Orchideen auf dem Programm. Am Ende konnten wir 5.006 Blüten zählen und damit einen neuen Rekord aufstellen. Im vergangenen Jahr wurden 4.600 Pflanzen gezählt. Das hervorragende Ergebnis zeigt, dass sich die gemeinsame Pflege der Fläche auszahlt und einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leistet.

Nach getaner Arbeit ließen wir den erfolgreichen Tag gemeinsam ausklingen und feierten den neuen Rekord bei Getränken und einem kleinen Imbiss.

 

Klasse 7c/7d: Der Ausflug in den Landtag nach Düsseldorf

Am 24.06.2026 machten wir einen Ausflug in den Landtag nach Düsseldorf. Wir trafen uns um 8:00 Uhr vor dem Lehrereingang am C-Gebäude mit den Lehrerinnen, die uns begleitet haben. Um 8:15 Uhr stiegen wir in den Bus und fuhren in Richtung Düsseldorf los. Auf der Hinfahrt übten viele Personen ihre Reden, die wir im Unterricht für den Ausflug vorbereitet hatten. Es wurde aber auch viel gelacht und alle hatten Spaß. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde und 15 Minuten, bis uns der Busfahrer auf einem Parkplatz fünf Minuten Fußweg vom Landtag entfernt herausgelassen hat.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Landtag. Dort mussten wir noch eine Viertelstunde warten, bis wir in das Gebäude konnten. So hatten wir Zeit, um einen kleinen Snack zu essen. Als wir hereingelassen wurden, mussten wir alle einzeln durch eine kleine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie am Flughafen. Unsere Taschen wurden gescannt und wir mussten durch eine Schleuse laufen, die uns auf metallische Gegenstände überprüfte. Nachdem dies abgeschlossen war, stellten wir unsere Taschen weg und bekamen alle einen Besucherausweis, den wir sichtbar tragen mussten. Im Landtag hatten wir zehn Minuten Zeit, um uns im Foyer umzusehen und ein schönes Gruppenfoto zu machen.

Urbane Kunst im Museum

Unter diesem Leitthema hat der Q1-Kunstkurs von Herrn Plümper an einem Workshop im Museum Folkwang in Essen teilgenommen. Zunächst wurde in der neu sortierten Sammlung der »Urbanitäts«-Raum aufgesucht und, nachdem man sich einen Überblick verschafft hatte, zwei Werke von Ernst Ludwig Kirchner vor den jeweiligen Originalen intensiv erarbeitet. Unsere Workshop-Leiterin hat dabei so geduldig pädagogisch gewirkt, so dass auch Wissen aus der Erprobungsstufe noch reaktiviert werden konnte.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, vor der eigentlichen Praxis dann auf eigene Faust durch das Museum zu gehen auf der Jagd nach sieben Kunstwerken, die im vorherigen Unterricht unter dem Aspekt »Kontraste« bearbeitet worden waren. Immerhin vier hingen erfreulicherweise noch – denn das Museum wechselt auch in der ständigen Sammlung die Werke regelmäßig.

Jetzt wurde auch tatsächlich praktisch gearbeitet, nicht wie sonst in den unteren Museumspädagogischen Räumen sondern oben, unter einem Mobile von Alexander Calder. Eine freie Gestaltung in Anlehnung an die bildnerischen Mittel bei Ernst Ludwig Kirchner sollte es sein, und es wurde nach vorhanden Kunstwerken, Bäumen, anderen Teilnehmenden und auch Vorlagen aus dem Internet konzentriert gearbeitet.

Als besondere Technik kam schließlich dann sogenannte Fensterfolie zum Einsatz, welche nach dem Ausschneiden an eine Glasscheibe des Museums aufgebracht wurde. Hierbei sollte ein Werk, welches einen besonders angesprochen hatte, in dieses andere Medium übersetzt werden. Eine interessante Variante, die zu überraschend leuchtenden Ergebnissen führte.

Nach einer kurzen Besprechung der Arbeiten verabschiedete sich unsere Workshop-Leiterin, und die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, sich die Ausstellung noch weiter allein anschauen zu können. Damit fand ein rundum gelungener Ausflug zu Originalen aus der Kunstgeschichte sein für alle zufriedenstellendes Ende.

WM-Bildchen-Tauschbörse

Herne-Eickel, 08.07.2026 – Direkt nach der 6. Stunde verwandelte sich der Raum S3 des Gymnasiums Eickel in eine lebendige WM-Bildchen-Tauschbörse. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, ihre Sammelalben zu vervollständigen und doppelte Bildchen gegen fehlende Motive einzutauschen.

Schon wenige Minuten nach Unterrichtsschluss bildeten sich kleine Gruppen von Sammlerinnen und Sammlern, die ihre Sticker sorgfältig sortierten und miteinander handelten. Überall waren die typischen Fragen zu hören: „Hast du Deutschland?“, „Mir fehlt noch ein Torwart!“ oder „Wer braucht diese Doppelten?“. Die Begeisterung für das Sammeln und Tauschen war deutlich spürbar.

Besonders erfreulich war die freundliche und faire Atmosphäre. Die Teilnehmenden unterstützten sich gegenseitig bei der Suche nach fehlenden Bildchen und gaben Tipps, wie die eigenen Alben schneller vollständig werden können. Für viele stand dabei nicht nur der Tausch selbst, sondern auch der gemeinsame Spaß im Vordergrund.

Die Tauschbörse bot außerdem die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen miteinander ins Gespräch zu bringen. So entstanden zahlreiche neue Kontakte rund um das gemeinsame Hobby. Einige Sammlerinnen und Sammler konnten ihre Alben deutlich vervollständigen und verließen die Veranstaltung mit sichtlicher Freude.

Die WM-Bildchen-Tauschbörse am Gymnasium Eickel zeigte einmal mehr, wie sportliche Großereignisse Menschen verbinden können. Aufgrund der positiven Resonanz wünschen sich viele Teilnehmende eine Wiederholung der Aktion bei zukünftigen Turnieren.

 

Kunst in der Löwenkirche

Der Q1-Kunstkurs bei Herrn Plümper hat seinen Unterricht an einem anderen Lernort abgehalten: Der Kirche St. Joseph, häufig als Löwenkirche bezeichnet. Anlass war ein Werk des bildenden Künstlers Ludger Hinse, welches im Rahmen der Ausstellungsreihe »LICHTraum 2026« hier zu erleben war.

Tatsächlich ging es nicht um das Anschauen eines statischen Werkes. Das Kunstwerk existiert nur dann, wenn Licht und Bewegung vorhanden sind – also sind wir Herrn Pfarrer Horsch um so dankbarer gewesen, dass er uns nicht nur die Kirche aufgeschlossen, sondern das Werk auch eingeschaltet hat.

Zusätzlich ist der umgebende Raum ein wichtiger Bestandteil des Kunstwerkes: Der Künstler hat bewusst dieses Werk innerhalb der Ausstellungsreihe für genau diese Kirche vorgesehen und auch den Ort innerhalb der Kirche bestimmt, an dem es sich jetzt befindet: an der Wand oberhalb des Taufbrunnens.

Der Kurs erarbeitete sich nun das Werk in den üblichen Schritten, wobei der erste Eindruck durch eine kleine fünf-Minuten-Skizze unterstützt wurde. Im folgenden Gespräch konnten viel einfacher die Assoziationen genannt werden, die den Lernenden beim Zeichnen kamen.
Überlegungen zum eigentlichen Wesen des Werkes und der Art und Weise, wie es vermutlich funktioniert, schlossen sich an, dann wurde bei der Formulierung einiger Deutungshypothesen der vom Künstler gewählte Ort mit in die Überlegungen einbezogen. Dies zeigte, dass das Werk im Zusammenhang mit dem Ort zu interessanten und zur Beschreibung und Analyse passenden Interpretationen führte.

Ein kurzer Text des Künstlers zu seinem Werk, basierend auf einem Abschnitt aus der Apokalypse des Johannes, verriet uns dann seine Inspirationsquelle für sein Werk, welches aber in der Gestaltung so offen ist, dass der neue Ort, an dem es im Moment gezeigt wird, zu neuen Interpretationen einlädt. Eine kurze Besprechung – welche Wertigkeit hat deutungsoffenere Kunst – schloss sich an.

Eine Besonderheit war, dass wir uns das Kunstwerk am Ende noch einmal ausgeschaltet und aus der Nähe anschauen konnten – es war erheblich komplizierter, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte.

Schließlich verriet uns Herr Pfarrer Horsch noch, dass der Künstler unbewusst einen Ort in der Kirche gewählt hat, der früher ein Durchgang war, was wiederum einen Zusammenhang mit seiner ursprünglichen Inspiration hat – ein hochinteressanter Aspekt, der zeigt, dass Kunst mitunter Unsichtbares sichtbar machen kann.