Erasmus+

Gymnasium Eickel für ein gemeinsames Europa  

Wir nehmen seit Anfang des Jahres 2020 als Schule an dem Erasmus+ Programm (Leitaktion 1) teil. Dieses europäische Förderprojekt ermöglicht uns schulinterne Lehrer-Fortbildungen und Hospitationen im europäischen Ausland. Ziel ist der Einblick in länderspezifisch unterschiedliche Systeme aus dem Bereich Schule. Das Erasmus+ Programm bietet durch eine große Auswahl an Fortbildungsangeboten einen vielfältigen Zugang zum interkulturellen Austausch. Langfristig versprechen wir uns zudem enge Kooperationsmöglichkeiten und gemeinsame Projekte mit unseren europäischen Nachbarländern. Die Dauer des Aufenthaltes beträgt zwischen 7 bis 14 Tagen und wird in diesem Jahr im Zeitraum von März 2023 bis April 2023 stattfinden.  

Im Laufe der intensiven Bewerbungsphase hat sich der Arbeitskreis um Frau Fehrholz, Herr Vooren, Herr Bacher, Herr Lange, Herr Groß, Frau Hündorf und Herr Sahlmen mit einer Vielzahl von Fortbildungsangeboten und Innovationsprozessen auseinandergesetzt. Den größten Mehrwert versprechen wir uns aktuell als Schule in den Bereichen Gesunde Schule  und Interkulturelles Lernen – die passenden Fortbildungsangebote waren schnell gefunden und wir hoffen nun, dass wir bereits in diesem Jahr erste spannende und hoffentlich erkenntnisreiche Erfahrungen im europäischen Ausland (dieses Jahr sind es die Länder Finnland und Zypern) sammeln können. Durch neue Impulse und best-practice Beispiele lernen wir von- und miteinander, um unsere bunte Schulgemeinschaft am Gymnasium Eickel nachhaltig zu bereichern. Ganz nach dem Motto: Fit für Europa – Fit für eine gesunde und interkulturelle Zukunft*S*schule (Projekttitel). 

Das gemeinsame Ziel unseres Projekts ist klar: Die europäische Vernetzung unserer Schule weiter voranzutreiben. Dabei kommt uns auch zu Gute, dass wir seit diesem Jahr auf der digitalen Austausch-Plattform Etwinning registriert sind.  

Europa, wir kommen und wir halten zusammen!

M.Hündorf und M.Sahlmen (verantwortliche Koordinatoren)
Erfahrungsberichte
Erfahrungsbericht Finnland - Fortbildung: Interkulturelles Lernen
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Erasmus+ bei Schnee und Eis in Helsinki

Im Rahmen der voranschreitenden internationalen Vernetzung des Gymnasiums Eickel, nahmen im Schuljahr 2022/2023 zum ersten Mal Kolleginnen und Kollegen an Fortbildungen des Erasmus+ Programms teil. Während es für zwei Kollegen im Mai ins sonnige Zypern ging, fuhren Herr Vooren, Herr Bacher und Herr Groß bereits Anfang März für eine Woche ins eiskalte Helsinki, um an der Fortbildung “Competences and Awareness for a Multicultural Classroom“ teilzunehmen. Erasmus+ bezeichnet ein Förderprogramm der Europäischen Union in dessen Rahmen allgemeine sowie berufliche Bildung in Europa gefördert werden. Durch das Programm sollen möglichst viele Menschen aus dem Bereich der Schul-, Hochschul- und Erwachsenenbildung in Europa in die Lage versetzt werden, sich einerseits zu begegnen und Kooperationen aufzubauen und sich andererseits professionell fortzubilden.

In Helsinki erwarteten die drei Eickeler Kollegen frostige Temperaturen zwischen -12 und -1 Grad. Deutlich wärmer war hingegen die Atmosphäre innerhalb der Fortbildungsgruppe, die aus insgesamt dreizehn Lehrerinnen und Lehrern aus fünf europäischen Ländern bestand und in der die Chemie von Anfang an stimmte. So verstand man sich nicht nur vormittags während des Seminars ausgezeichnet, sondern unternahm auch nachmittags regelmäßig etwas gemeinsam, um Helsinki und Finnland besser kennenzulernen. Die Aktivitäten reichten dabei von Ausflügen zu verschiedenen Freilichtmuseen, über Eisbaden in der zugefrorenen Ostsee zu sportlichen Aktivitäten, wie dem Besuch eines Eishockeyspiels der ersten finnischen Liga oder eigenen Versuchen im Langlaufen im Olympiastadion in Helsinki. Nebenbei wurden noch einige Sehenswürdigkeiten Helsinkis besichtigt, wie z.B. der beeindruckende Dom, der Hafen Helsinkis, oder die sehenswerte Nationalbibliothek. Hier werden allen Finnen kostenfrei Dinge bereitgestellt, die man im Alltag sonst nicht immer benötigt und sonst extra anschaffen müsste. Beispielsweise ein Tonstudio, 3D-Drucker oder Film- und Fotokameras. 

Im Seminar selbst lernten die Teilnehmer, wie man mit der in den letzten Jahren zunehmend kulturell heterogen gewordenen Schülerschaft dahingehend umgehen kann, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert werden und sie ihre Klassen und Kurse mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sogar bereichern können. Die kulturell heterogene Zusammensetzung des Seminars selbst half sicherlich dabei, denn der eindeutige Mehrwert dieser Reise lag für alle Teilnehmer in den neugewonnenen Kontakten des Gymnasiums Eickel zu Schulen in Spanien, Griechenland, der Slowakei, oder in Slowenien. Im Hinblick darauf, dass in den nächsten Jahren noch viele weitere Erasmus+ Fortbildungen durchgeführt werden sollen, lässt sich also schon jetzt mit Sicherheit sagen, dass das Gymnasium Eickel deutlich europäischer geworden ist und auch noch werden wird.

Verfasst von Christian Groß