Am 9. Juli 2025 besuchte unser Kunstkurs im Rahmen der Sommerexkursion das Museum Folkwang in Essen. Begleitet von Herrn Plümper und Herrn Scheerer erlebten wir einen spannenden Vormittag rund um das Thema »HALTUNG!«.
Gleich zu Beginn geschah etwas Unerwartetes: Das Gemälde »Composition X« von Piet Mondrian wurde direkt an uns vorbeigefahren, begleitet von Museumspersonal, auf dem Weg zu einem neuen Platz. Ein echter Mondrian auf Rollen in Bewegung, das sieht man nicht alle Tage!
Unter der Leitung von Johanna, einer engagierten Kunstvermittlerin des Museums, wurden Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern wie Auguste Rodin, Joachim Bandau oder Kiki Smith erkundet. Dabei ging es nicht nur ums bloße Anschauen: Die Körperhaltungen der Werke wurden nachgestellt, übertrieben, variiert – und auf diese Weise intensiv erlebt. Besonders durch die offene und einbindende Art von Johanna entstand eine lockere, aber konzentrierte Atmosphäre. Viele Werke waren interaktiv erfahrbar, wodurch sich ein lebendiger Zugang zur Ausstellung ergab.
Ergänzend suchten wir im Museum gezielt nach Gemälden von Künstlern wie zum Beispiel Claude Monet, Josef Albers oder Franz Marc, die wir aus dem Kunstunterricht bereits kannten. Dort hatten wir sie im Rahmen von Farbstudien und Farbkontrastanalysen betrachtet, nun konnten wir die Werke im Original erleben.
Anschließend durften wir selbst kreativ werden und eigene Figuren aus Ton gestalten. Die Aufgabe war bewusst offengehalten, es gab nur wenige Vorgaben, was viel Raum für eigene Ideen ließ. Die Arbeit mit Ton hat uns besonders gut gefallen. Toll war auch zu sehen, wie unterschiedlich und individuell unsere Ergebnisse am Ende waren. Besonders spannend war der Austausch danach: Wie kam man auf die Idee, wie wirkt die Figur auf andere?
Die Atmosphäre während der gesamten Exkursion war entspannt und angenehm. Es war ein inspirierender Vormittag, der Theorie und Praxis auf kreative Weise verbunden hat.
Am Ende waren sich viele einig: Kunst kann überraschend lebendig und vielseitig sein. Der Besuch hat uns gezeigt, wie ausdrucksstark Haltungen sein können, und wie unterschiedlich alte und moderne Kunst wirkt. Ein Museum, das man bewegt verlässt, im Kopf und manchmal sogar im Raum.
Herr Plümper
Herr Plümper



