Vom 19.04.2026 bis zum 24.04.2026 nahmen wir, zehn Schülerinnen der Jahrgangsstufe EF, für eine Woche an einem Austausch in der italienischen Stadt Finale Emilia teil.
Am Sonntag trafen wir uns am Flughafen in Düsseldorf. Nach dem Check-in warteten wir auf das Flugzeug. Alle waren sehr aufgeregt, ihre Austauschpartner/-innen endlich persönlich kennenzulernen. Es erwartete uns eine Woche voller neuer Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnisse. Als das Flugzeug in Bologna ankam, spürten wir sofort die angenehm warme und frische Luft. Die Sonne war schon unter dem Horizont verschwunden. Die Lichter der Stadt verbreiteten eine angenehme Stimmung. Ein kleiner Bus fuhr uns bis zum Parkplatz der Schule „Liceo Morandi“, wo unsere Austauschpartner/-innen schon warteten. An ihren Gesichtern konnte man erkennen, dass sie genauso nervös und aufgeregt waren wie wir. Zunächst begrüßten wir uns mit einer Umarmung. Anschließend trennten wir uns von unseren Freunden und fuhren mit unseren Gastfamilien in ihre Wohnungen. Vom Flug erschöpft gingen alle zunächst schlafen, um für den nächsten Tag fit zu sein. Dies war der erste Schritt zum Knüpfen neuer Freundschaften und zur Verbindung zweier komplett verschiedener Kulturen.
Morgens trafen wir uns pünktlich um 8:00 Uhr an der Schule. Die Reise ging zur „Rulli Frulli Station“. Dort angekommen, wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt. Während zwei Gruppen im großen Handwerksraum arbeiteten, wurde eine Gruppe in ein schallgeschütztes Studio geschickt. Wir waren gespannt darauf, was uns erwartete. Die erste Gruppe wurde beauftragt, zu kochen. Der Teig wurde schon von Mitarbeiter/-innen zubereitet und war bereit, zu Pasta verarbeitet zu werden. Um die Gnocchi vorzubereiten, musste man zuerst ein Stück Teig schmal ausrollen und in kleine Stücke schneiden.
Danach wurden die kleinen Teigstücke auf einem Gnocchi-Brett in ihre richtige Form gebracht und auf einem Tablett zum Trocknen aufbewahrt. Nach dem Kochen bekamen wir vier Holzklötze, die wir mit Nägeln zusammenhämmern konnten, um daraus unsere eigenen Collagen zu erstellen. Der Studioraum war der Favorit der meisten. Vier Mikrofone waren mit einem Computer verbunden und auf einem Tisch verteilt. Dort setzten wir mit den Mikrofonen verbundene Kopfhörer auf. Der erste Eindruck war gewöhnungsbedürftig. Die eigene Stimme zu hören, ist zunächst ungewohnt, jedoch eine besonders interessante Erfahrung. Manche nahmen dort einen eigenen Podcast auf und andere sangen Karaoke. Wir alle hatten sehr viel Spaß und sind außerdem unseren Austauschpartner/-innen nähergekommen. Nachdem wir alle Stationen durchgearbeitet hatten, begaben wir uns in einen Raum, in dem aus recycelten Materialien diverse Musikinstrumente gebaut wurden. Dort wurden wir von einem Bandmitglied der Rulli-Frulli-Band angeleitet. Er gab uns einen Rhythmus vor und so erstellten wir als große Gruppe unseren eigenen Song.
Der Tag bei Rulli Frulli war wirklich ein Highlight. Den Nachmittag verbrachten einige in der Stadt und nutzten die Zeit, diese besser kennenzulernen, während manche in die bekannte Stadt Bologna fuhren. In Bologna verbrachte man die Zeit mit der Besichtigung der atemberaubenden Gegend. Die Stadt ist bekannt für ihre leckeren Gerichte, wie z. B. Spaghetti Bolognese. Das Eis ist auch eine italienische Spezialität, auf die man dort nicht verzichten konnte. Straßenmusiker, historische Bauwerke und ansprechende Einkaufsläden haben uns alle sehr gut unterhalten. Den Tag haben wir mit einem leckeren Abendessen abgeschlossen, wobei manche in einem Restaurant und andere zu Hause die leckeren Gerichte der italienischen Küche probiert haben.
Am nächsten Tag hatte die Klasse unserer Austauschpartner/-innen einen Ausflug nach San Patrignano. Dort angekommen, mussten wir zunächst ein Stück laufen. San Patrignano ist eine Gemeinschaft für Menschen mit Drogenabhängigkeit, die dort freiwillig leben, arbeiten und versuchen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Da die Führung größtenteils auf Italienisch war, haben wir leider nicht alles verstanden. Herr De Angelis hat jedoch vieles für uns übersetzt, sodass wir einen guten Einblick bekommen konnten. Dort wurde uns erklärt, wie die Menschen leben und welche Aufgaben sie im Alltag übernehmen. Außerdem erzählten einige von ihren eigenen Erfahrungen und wie schwer ihr Weg gewesen ist. Wir durften ihnen viele Fragen stellen, die sie offen und freundlich beantworteten. Es war sehr interessant, ihre Geschichten zu hören und mehr über ihr Leben zu erfahren. Anschließend aßen wir gemeinsam in der Mensa von San Patrignano zu Mittag. Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg und verbrachten den restlichen Tag mit unseren Austauschpartner/-innen.
Am Mittwoch hatten wir zusammen mit unseren Austauschpartner/-innen Unterricht. Morgens trafen wir uns um 8:00 Uhr an der Schule. Dort bekamen wir einen kleinen Einblick in das italienische Schulsystem. Die Lehrer/-innen waren sehr nett und versuchten, uns so gut wie möglich in den Unterricht zu integrieren. Manche sprachen Deutsch, andere Englisch. Gemeinsam spielten wir verschiedene Spiele und arbeiteten mit den italienischen Schüler/-innen zusammen. So konnten wir den Schulalltag in Italien kennenlernen und weitere Zeit mit unseren Austauschpartner/-innen verbringen. Nach der Schule verbrachten wir den Nachmittag gemeinsam mit unseren Austauschpartner/-innen. Wir aßen zusammen und verbrachten den restlichen Tag miteinander. Dabei konnten wir uns noch besser kennenlernen und viele schöne Erinnerungen sammeln.
Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Verona. Für viele von uns war dies einer der schönsten Tage des Austauschs. Gemeinsam fuhren wir mit dem Zug nach Verona und erkundeten dort die Stadt. Wir besuchten die Verona Arena, die Ponte Pietra und das Castel San Pietro. Der Weg nach oben war zwar anstrengend, aber die Aussicht hat sich auf jeden Fall gelohnt. Von dort aus konnte man einen großen Teil der Stadt sehen.
Außerdem machten wir sehr viele Fotos, um die Erinnerungen festzuhalten. Manche hatten ihre Kameras dabei und natürlich durften auch Gruppenbilder nicht fehlen. Anschließend hatten wir Zeit, die Altstadt zu erkunden und in kleinen Gruppen durch die Stadt zu gehen. Viele kauften Souvenirs wie Postkarten, Magnete oder italienische Spezialitäten für ihre Familien. Natürlich durfte auch ein italienisches Eis nicht fehlen. Das Eis hat dort besonders gut geschmeckt und war für viele ein weiteres Highlight des Tages. Verona war eine sehr schöne Stadt und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Am Freitag war leider schon der letzte Tag unseres Austauschs. Nach einer Woche voller schöner Erlebnisse und neuer Freundschaften stand die Rückreise bevor. Die Verabschiedung fiel uns nicht leicht, da wir viele schöne Erinnerungen gesammelt hatten. Mit vielen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck traten wir schließlich die Heimreise an.
Einige Wochen später durften wir unsere italienischen Austauschpartner/-innen schließlich in Deutschland begrüßen. Am Montag holten wir sie am Hauptbahnhof in Wanne-Eickel ab. Anschließend fuhren wir gemeinsam nach Hause, damit sich alle erst einmal einrichten konnten. Am Abend trafen wir uns alle gemeinsam im Garten einer Schülerin. Dort haben wir zusammen gegrillt und einen schönen Abend verbracht. Dabei konnten wir uns wiedersehen, viel reden und den nächsten Tag planen. Danach ging jeder wieder nach Hause und verbrachte den restlichen Abend mit seinen Austauschpartner/-innen.
Am nächsten Morgen trafen wir uns um 9:00 Uhr in der Schule. Dort wurden die italienischen Austauschpartner/-innen von Herrn Sahlmen und Herrn De Angelis begrüßt. Anschließend machten wir gemeinsam einen Spaziergang durch den Eickeler Park. Die Austauschschüler/-innen fanden die Umgebung sehr schön. Danach verbrachten wir noch etwas Zeit zusammen und konnten uns weiter austauschen.
Am nächsten Tag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bergbaumuseum in Bochum. Dort bekamen wir einen Einblick in die Geschichte des Bergbaus und konnten die nachgebauten Tunnel unter der Erde erkunden. Es war interessant zu sehen, wie die Menschen früher gearbeitet haben und unter welchen Bedingungen sie arbeiten mussten.
Anschließend fuhren wir zum Laser-Tag. Für viele von uns war dies eines der Highlights der Woche. Alle hatten sehr viel Spaß und versuchten ihr Bestes, um zu gewinnen. Auch die Lehrer waren mit voller Motivation dabei und sorgten für viele lustige Momente. Nach den spannenden Spielen teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und verbrachten noch etwas Zeit in Bochum. Dort aßen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartner/-innen und genossen die freie Zeit. Am Abend fuhren wir wieder nach Hause und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.
Am Donnerstag trafen wir uns am Hauptbahnhof und fuhren gemeinsam nach Düsseldorf. Dort besichtigten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten wie den Landtag, den Medienhafen, den Rheinturm, die Rheinuferpromenade, die Königsallee und die Altstadt. Anschließend hatten wir Zeit, die Stadt in kleinen Gruppen zu erkunden. Viele nutzten die Gelegenheit zum Einkaufen und kauften Souvenirs oder Geschenke für ihre Familien.
Am Abend nahmen unsere Austauschpartner/-innen am Sponsorenlauf teil. Die fünf Kilometer wurden mit viel Motivation gemeistert und die italienischen Schüler/-innen hatten großen Spaß dabei. Einige von uns liefen mit, während andere anfeuerten. So konnten wir den Tag gemeinsam mit einem weiteren schönen Erlebnis abschließen.
Am Freitag trafen wir uns ein letztes Mal gemeinsam in der Schule. Zunächst nahmen die italienischen Austauschpartner/-innen am Unterricht teil. Nach der vierten Stunde fand ein interkultureller Workshop statt. Dort beschäftigten wir uns mit Themen wie kulturellen Unterschieden, europäischer Identität, Erwartungen, Stereotypen und Ethnozentrismus. Außerdem sprachen wir darüber, welche Vorstellungen wir vor dem Austausch voneinander hatten und wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben. Es war interessant, die Erfahrungen der anderen zu hören und über die gemeinsame Zeit zu sprechen.
Am Abend trafen wir uns alle gemeinsam im Bermuda-Dreieck in Bochum zum Abschiedsessen. Dort konnten wir noch einmal alle zusammen Zeit verbringen, essen und uns unterhalten. Es war ein sehr schöner Abend und eine schöne Gelegenheit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Am Samstag fuhren wir gemeinsam mit unseren Austauschpartner/-innen nach Münster. Dort verbrachten wir einen sehr schönen Tag und erkundeten die Stadt. Wir besichtigten verschiedene Sehenswürdigkeiten und lernten etwas über die Geschichte der Stadt. Besonders gefallen haben uns die vielen Fahrräder, der Dom, die Natur, die schönen Blumen und die Straßenkünstler. Wir hatten sehr viel Spaß und konnten die Zeit noch einmal gemeinsam genießen.
Am Abend trafen wir uns noch einmal gemeinsam. Dort spielten wir Gesellschaftsspiele, unterhielten uns und hatten sehr viel Spaß zusammen. Für viele von uns fühlte sich dieser Abend bereits wie ein erster Abschied an.
Am nächsten Morgen frühstückten wir noch einmal gemeinsam und verbrachten die letzten Stunden miteinander. Anschließend stand die Verabschiedung bevor. Der Abschied fiel uns nicht leicht, da wir in den vergangenen Wochen viele schöne Erinnerungen gesammelt und neue Freundschaften geschlossen hatten.
Der Austausch hat uns gezeigt, wie schnell Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenwachsen können. Wir haben nicht nur viel über die italienische und deutsche Kultur gelernt, sondern auch neue Perspektiven kennengelernt und viele besondere Erfahrungen gesammelt. Vor allem die entstandenen Freundschaften werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Ela Kirnapci




