Erasmus+ Fortbildung in Porto, September 2025

Zunächst mal: Porto ist eine Reise wert!

Die Schönheit der alten Stadt an Fluss und Meer, die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen und das leckere Essen und Trinken haben uns begeistert.

Ebenso wie uns die Stadt begeistert hat, war auch die tolle Fortbildung sehr inspirierend für uns: Wir waren eine kleine, interessierte und kommunikative Gruppe von insgesamt nur sechs Frauen. Dazu gehörten außer uns noch zwei Archivarinnen aus Estland sowie eine Schulleiterin aus Dänemark. Geleitet wurden das Seminar, Städtetouren und Abendveranstaltungen von einer sehr motivierten und außergewöhnlich kompetenten jungen Dozentin aus Mallorca.

Im Seminar „Kritisches Denken, Problemlösen und Kreativität“ lernten wir viel spannendes Neues durch verschiedene praktische Aktivitäten: In der Regel bekamen wir zuerst ein kreatives Problem zu lösen, dann wurden unsere Lösungen und unsere Lösungsstrategien besprochen und gemeinsam reflektiert. Anschließend ordnete die Dozentin unsere Erkenntnisse in wissenschaftliche Theorien und Konzepte ein. Zum Schluss analysierten wir Möglichkeiten der Übertragung und Anwendung in unseren Schulalltag und Unterricht. Zu den verschiedenen Aktivitäten gehörten unter anderem kreative Möglichkeiten von inhaltlichen Wiederholungen wie z.B. durch Comics zeichnen, Kollagen erstellen und eine Theaterszene spielen. Besonders beeindruckte uns die theoretische Aufarbeitung des Zusammenspiels von kritischem und kreativem Denken in Problemlöseprozessen. Die Relevanz des systematischen Erwerbs solcher Kompetenzen in einer Welt mit den Unsicherheiten und Unbeständigkeiten des 21. Jahrhunderts wurden uns weiter deutlich, deshalb entwickelten und erprobten wir im Seminar verschiedene Anregungen für die Schule. 

In zwei Stadtführungen förderte ein lokaler Archäologe mit seiner sympathischen und enthusiastischen Art unsere schon vorhandene Begeisterung für diese schöne Stadt. Er schaffte es, die Geschichte und Kultur von Porto anhand von Architektur und zahlreichen Anekdoten lebendig werden zu lassen. Des Weiteren nahmen wir im Rahmen des kulturellen Programms an drei verschiedenen landestypischen Abendessen teil: So lernten wir gehobene Küche aus Porto kennen mit klassischem „bacalhau“ (Stockfisch), probierten verschiedene Fleischgerichte in einem traditionellen Gasthaus und testeten die vor allem bei der Jugend beliebten „Francesinhas“ (mächtige überbackene Sandwiches mit VIEL Fleisch, Ei, Käse und getränkt in einer Tomaten-Bier-Soße) (vor denen uns bereits der Taxifahrer auf der Hinfahrt warnte, sie auf keinen Fall vor dem Schlafen zu essen, weil sie so schwer im Magen liegen…). Ungezwungen und kurzweilig tauschten wir uns während des Rahmenprogramms mit den anderen Frauen aus verschiedenen Ländern und Kulturen Europas aus.

In der verbleibenden Freizeit erkundeten wir Porto mit seinen steilen Gässchen und Wegen weiter auf eigene Faust. Einige Highlights waren dabei die Bootstour auf dem Douro, Portos Brücken (unter anderem von Eiffel) und unsere Ausflüge am Fluss entlang zum Meer. Ständig begleiteten uns wunderschöne Ausblicke auf Landschaft und Stadt mit den für Porto typischen bunt gestalteten Kachelfassaden.

Besonders schön war es für uns die Erfahrungen in Seminar und Stadt gemeinsam machen zu dürfen.

Fazit: Jederzeit wieder!

Helma Lettau und Irena Kiesel

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